Die Einführung digitaler Kameras auf dem Massenmarkt revolutionierte die Fotografie. Dank des rasend schnellen technologischen Fortschritts in diesem Bereich erscheinen immer schneller neue Modelle der unterschiedlichen Hersteller, sodass oft schon nach wenigen Monaten ein technisch ausgereifteres Nachfolgeprodukt vorliegt.

Zudem begeistern sich durch die digitale Kameras immer mehr Menschen für die Fotografie. Wurden früher von den meisten Amateuren die Kameras nur eingesetzt, um ein paar Urlaubsbilder zu schießen oder bei einer Familienfeier die Verwandtschaft abzulichten, sind Kameras heute ein ständiger Begleiter bei den unterschiedlichsten Anlässen geworden. Schließlich ist es mit der digitalen Technik nicht mehr notwendig, sich genau zu überlegen, was aufs Bild soll, da nicht mehr jedes Bild Geld kostet. Es kann vielmehr ausprobiert werden, welche Motive ein gutes Bild ergeben. Die Bilder, die nicht gefallen, können anschließend einfach gelöscht oder am Computer digital nachbearbeitet werden. Ein Druck der Bilder kann nach Bedarf erfolgen, muss aber nicht vorgenommen werden. Bilder lassen sich ebenso gut am Computerbildschirm, auf dem Fernseher oder mithilfe eines Beamers an der Wand betrachten. Mit der zunehmenden Nutzung sind stiegen auch die Ansprüche an die Apparate.

Der Markt für digitale Kameras teilt sich mittlerweile in drei Kategorien auf: digitale Kompaktkameras, Bridgekameras und digitale Spiegelreflexkameras. Während die Kompaktkameras mit vielen vollautomatischen Funktionen besonders für Einsteiger geeignet sind, richten sich Bridgekameras an anspruchsvollere Hobbyfotografen. Digitale Spiegelreflexkameras schließlich werden aufgrund ihrer Vielzahl an manuellen Einstellmöglichkeiten auch von professionellen Fotografen genutzt. Die Canon A95, die im September 2004 als Modell in der PowerShot-Serie des Herstellers auf den Markt gebracht wurde, zählt zur Kategorie der Kompaktkameras. Besonderes Merkmal der Kamera war ein Schwenkdisplay, das nur bei wenigen vergleichbaren Modellen angeboten wurde. Sie begeisterte zum damaligen Zeitpunkt aber vor allem durch die Kombination mit manuell steuerbaren Funktionen bei einer Auflösung von 5 Megapixel, sodass sie nicht nur für Einsteiger in die digitale Fotografie, sondern genauso für Fotografen mit höheren Ansprüchen interessant war. Die Canon A95 setzte damit einen Maßstab, der für viele Kameras im mittleren bis hohen Preissegment übernommen wurde.