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Werbeplakate begegnen uns überall. Einige sind an Liftfasssäulen angebracht, andere an einer extra dafür aufgestellten Wand. All diese Plakate verfolgen den Zweck, den Menschen ihre Werbebotschaft nahe zu bringen, doch während das bei einigen sehr gut funktioniert, werden andere kaum beachtet.

Woran aber liegt das? Ein Grund mag das zu bewerbende Produkt sein. Ein Plakat, auf dem eine Kaffeemaschine abgebildet ist und daneben kurz der Preis und sonstige Produktinformationen aufgezählt werden, kann man nicht wirklich als Blickfang bezeichnen. Solche Werbemaßnahmen bleiben einem auch kaum im Gedächtnis haften. Ganz andere Reaktionen rufen zum Beispiel Plakate hervor, auf denen ein Supermodel abgebildet ist. Wird dieses Model relativ freizügig und auch noch in einer verführerischen Pose gezeigt, kann das Ganze schon mal einen Verkehrsstau oder schlimmeres provozieren. Tatsächlich musste in den letzten Jahren einmal ein Werbefläche wieder entfernt werden, weil es an dieser Stelle zu massiven Staus und sogar Unfällen kam. Da es sich dabei fast ausschließlich um Auffahrunfälle im direkten Sichtbereich des Plakates handelte und fast nur Männer beteiligt waren, war der Rückschluss, dass es an dieser Stelle vielleicht nicht optimal platziert ist, gerechtfertigt.

Ist dann aber wirklich das Produkt der Faktor, durch den sich entscheidet, ob eine Webemaßnahme funktioniert oder nicht? Denn es sollte ja mit Sicherheit nicht das Supermodel zum Verkauf angeboten werden. Ist es nicht vielleicht viel mehr so, dass eine gute Werbeidee, die einen Blickfang beinhaltet, ein gutes Werbeplakat von einem schlechten unterscheidet?

Erinnert man sich zum Beispiel an eine berühmte Kampagne eines Autoverleihers, so wird deutlich, dass der Erfolg eines Werbeplakates auch nicht davon abhängt, ob die Protagonisten herausragend gutaussehend sind oder nicht. In einer dieser Werbemaßnahmen wurde nämlich das Bild einer bekannten Politikerin verfremdet und mit einem witzigen und auch doppeldeutigen Slogan versehen. Dieses Projekt ist den Menschen dann aus den verschiedensten Gründen im Gedächtnis geblieben. Viele fanden es einfach witzig, andere empörten sich über die vermeintliche Respektlosigkeit, doch ihr Ziel hatten die Werber in jedem Fall erreicht. Die Werbung erhielt die größtmögliche Aufmerksamkeit und nur darum geht es schließlich.

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